Gastroenteritis behandeln

Gastroenteritis ist eine häufige Erkrankung, die in der Regel als Epidemie auftritt. Dieses Leiden, das auch unter der Bezeichnung „Magen-Darm-Grippe“ bekannt ist, wird meistens durch ein Virus, seltener durch Bakterien, hervorgerufen.

Die Gastroenteritis beginnt oft plötzlich mit Unterleibsschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Die Krankheit dauert zwischen einem und drei Tagen und heilt in den meisten Fällen spontan ab. Die Symptome treten 12 Stunden nach der Ansteckung auf. Erkrankte können bis zu ca. zwei Tage nach Abklingen der Symptome Überträger bleiben.

Bei empfindlicheren Patienten wie Kleinkindern, Senioren, chronisch kranken und immungeschwächten Personen kann es, vor allem aufgrund des Risikos der Dehydrierung, zu einem schweren Verlauf kommen.

Gastroenteritis wird vor allem durch den Kontakt mit infizierten Personen oder die Aufnahme von verseuchtem Wasser oder verseuchter Nahrung übertragen.

Ursachen

Gastroenteritis wird meistens durch Viren verursacht. Die Krankheitssymptome wie Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall entstehen infolge einer Entzündung der Schleimhäute, die die Darmwand bedecken.

Die Viren sind sehr hartnäckig und finden sich überall im Alltag, sowohl in der Nahrung und im Wasser als auch auf Alltagsgegenständen.

Um einer Infektion vorzubeugen, empfiehlt es sich, regelmässig die Hände zu waschen und mit anderen Personen keine möglicherweise verseuchten Gegenstände zu teilen (z. B. nicht aus demselben Glas zu trinken oder Kindern kein Spielzeug in den Mund zu stecken).

Seltener wird Gastroenteritis auch durch Bakterien verursacht, vor allem bei Reisen in tropische Länder.

Behandlung

Ruhe und Wasserzufuhr sind das A und O der Behandlung. Bei Übelkeit muss der Erkrankte häufig, aber in kleinen Mengen trinken, z. B. Schwarztee, Kräutertee, Suppe oder Brühe. Patienten mit Gastroenteritis haben oft wenig Appetit, sollten aber entsprechend ihren Gelüsten essen und dabei leicht verdauliche Speisen bevorzugen (Nudeln, Reis, mageres Fleisch, Weissbrot, gekochte Möhren, Bananen etc.)

Medikamente können die Symptome lindern. Paracetamol (Panadol, Dafalgan) wird gegen die Schmerzen, Domperidon (Domperidon, Motilium) gegen Übelkeit und Erbrechen verabreicht.

Achtung

Für gefährdete Personen (Kleinkinder, Senioren, chronisch kranke und immungeschwächte Personen) sowie bei Anzeichen einer schweren Erkrankung wie einer schweren Beeinträchtigung des Allgemeinzustands, hohem Fieber, Blut im Erbrochenen oder im Stuhl ist der Gang zum Arzt unerlässlich.

Weitere Infos

Weiter Informationen zur Magen-Darm Grippe finden sie auf der Website Beobachter Gesundheit. Um eine Ansteckung oder Übertragung der Infektion zu vermeiden, schauen Sie das Video der BAG ‘Hände waschen’ an. Dieses gilt nicht nur für die Gastroenteritis, sondern auch für alle anderen Viren, die sich über die Hände verbreiten!

 

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